Hier maunzt Cesar =^..^=

 

Part 1:

Für den Anfang nur mal so viel: Ich bin hier der eigentliche Chef im Hause.

  

Mein Motto: Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal.

  

Hier zeige ich gerade dem Grünzeug, wo es lang geht!

Wenn alle glauben, wir schlafen, schleiche ich mich schon mal zum Computer und tippe hier immer mal wieder was für Euch ein.

Lasst Euch überraschen.

Bis die Tage!

Euer Cesar

Part 2:

Hier meine Geschichte, oder wie man ein großer Kater wird:

2003 erblickte ich das Licht der Katzenwelt in einem kleinen Ort namens Freienohl. Das liegt im Sauerland und nicht weit von Arnsberg. Nach wenigen Wochen mit meinen Geschwistern wurde ich von zwei netten 2-Beinern nach Hause geholt.

Anfangs war das nicht so leicht denn ich war noch sehr klein.

  

  

Bald hatte ich mich eingelebt und stellte meine 2-Beiner vor eine neue Herausforderung. Ich hatte schließlich Freilaufgene in mir, dass wussten die noch nicht. So wurde mir das spielen mit dem Schuhregal und toben auf allem was geht bald nicht mehr gerecht. Die Ausflüge auf den Balkon waren durch ein Netz weitgehend eingeschränkt und vom Dachgeschoss aus auch nicht gut für die Nerven meiner 2-Beiner.

  

ALSO… Umzug! Ich wurde Freigänger! Hurra! Neue Wohnung im Erdgeschoss, große Terrasse und Freilauf so weit die Beine tragen.

Wälder zu allen Seiten so weit das Katzenauge reicht.

Hier habe ich dann auch diverse Überraschungen mit nach Hause gebracht, nicht immer fanden die Menschen das gut. Ich weiß nicht, was an einer halbtoten Maus nicht einfach genial ist. Die sehn das anders und haben sich trotzdem über meine Jagderfolge gefreut.

Viele Winter und noch schönere Sommer sind vergangen und mir ging’s prima. Mit meinen zwei Katzenkumpels Schnucki und Bolze habe ich viele Scheinkämpfe ausgetragen und nicht immer ist einer als Sieger vom Platz gegangen. Man kann das ja auch schließlich aussitzen.

  

2009 wurden dann erneut Vorbereitungen getroffen die sehr nach Umzug aussahen.

Plötzlich waren da so viele braune Kartons und langsam begann das Packen.

Ich bin dann mal weg und habe mich erst am Abend wieder nach Hause getraut.

Am Morgen ging´s los. Umzugshelfer, Umzugswagen und alles durcheinander. Brr. Das kann ich nicht leiden. Ich wurde ins Bad verfrachtet und kam erst wieder raus, als alles leer war.

In der Ecke stand mein Transportkorb. Au, weih. Der kommt doch sonst nur bei unliebsamen Tierarztbesuchen zum Einsatz.

Ab ins Auto mit Pepe, meinem Hasenkumpel, im Kofferraum ging’s Richtung Thüringen, wo meine 2-Beiner herstammen. So eine lange Autofahrt ist nichts für mich, und so bin ich dann während der Fahrt auch aus meinem Korb ausgebüchst und aufs Armaturenbrett. Da war wenigstens die Aussicht besser. Und die Leute auf der Autobahn hatten kurze Zeit auch mal was von meinem Ausflug. Den Rest der Fahrt habe ich nur unter Protest im Korb gesessen.

Aber auch die längste Fahrt ist mal zu Ende und wie es weiterging, schreibe ich das nächste Mal. Also, schaut wieder rein.

Bis dahin mit einem fröhlichen Miau… Cesar

Part 3:

So, hab mich mal wieder an diesen PC geschlichen um weiterzutippen, wie es mir im neuen Heim erging.

Gleich zum Anfang: Bitte nicht nachmachen, Eure Leute machen sich sonst zu viel Sorgen.

Nachdem am Abend nun endlich die Umzugsleute verschwunden waren konnte ich nun auch mal das neue zu Hause besichtigen. Das hat mir ganz schön Respekt eingeflößt; alles fremd und die gleichen Kartons wie zuvor, bloß waren die teilweise bis über Kopfhöhe gestapelt. Es war auf einmal gar nicht mehr so viel Platz. Alles ziemlich wild. Pepe hatte ja wenigstens seinen Hasenstall, stand aber auch ziemlich verlassen in der geschützten Zimmerecke.

Na, ja. Schöner Mist. Umzug und Veränderungen sind ja wohl allen Katzen ein Graus.

Hier war auch noch eine Treppe mitten im Flur, oben gab es wohl die restlichen Zimmer.

Auf die hatte ich erstmal keinen Bock und bin schnell in den Kleiderschrank geflüchtet. Da war ich auch die meiste Zeit des Tages, wenn meine 2-Beiner alles wieder ins Lot bringen wollten.

So eine Wohnung ist schon toll, wenn man vom Bad aus wenigstens schon mal nach draußen gucken kann und die Terrasse sieht. Sicher waren meine 2-Beiner darauf aus, mir den Ausgang wieder schmackhaft zu machen, ich sollte einfach nur paar Tage hier drinnen aushalten.

Am 2. Tag haben sie mich mal die Wendeltreppe raufgeschleppt. Gehen wollte ich nicht.

Hier oben ist dann die Küche und mein Fressplatz; die wichtigsten Stellen in der Wohnung. Na ja so schlimm war die Treppe dann nicht und bald bin ich ohne zu zögern rauf und runter. Das macht doch einem gestanden Kater nichts aus.

Die blödesten Geräusche sind Leiterklappern, bohren und hämmern. Bäh! – Da muss man durch. Aber ich doch nicht.

Ich habe, nach ein paar Tagen, am Abend die Chance genutzt als mein 2-Beiner auf der Terrasse rauchte und die Tür nicht zu war, mal kurz zu flüchten.

Man war das dunkel und so viele fremde Gerüche und Geräusche. Ich war dann 7 Tage und 8 Nächte weg. Was ich da alles erlebt habe überlasse ich Eurer Fantasie oder Ihr habt das auch mal gemacht, dann wisst Ihr, wie schön die Freiheit schmeckt. – Aber noch besser schmeckt es zu Hause und so bin ich mitten in der Nacht (es war Wallpurgisnacht) wieder zu Hause eingetrudelt. Die Freude war auf beiden Seiten riesengroß, war ich doch schmerzlich vermisst worden und auch ich konnte mich kaum noch an das gemütliche Schlafen im Bett erinnern.

Als Souvenir hatte ich eine Halskette mitgebracht. Meine 2-Beiner waren nicht so happy, war die doch aus Zecken! Na, die ersten 15 wurden gleich noch in der Nacht abgemacht, sonst hätte ich sicher Bettverbot bekommen. Ausgehungert war ich nicht so, aber der gute Geschmack von Futter aus der lila Dose ist besser als all das Zeug, was ich die letzten Tage gefressen hatte.

Jetzt war auch die Wohnung fertig, alles wieder an den gewohnten Plätzen, Kratzbaum wieder aufgebaut und Pepe auch im Wohnzimmer in meiner Nähe. Nicht das ich den vermisst hätte!

 

Jetzt sind drei Jahre vergangen, ich habe mich super eingewöhnt, der Ausgang ist prima, habe ich doch jetzt eine Katzenklappe für die Nacht und kann so auf meinem Hof immer nach dem Rechten sehen und Neuankömmlinge werden erstmal ins Revier eingeführt.

Auf dem Hof bin ich der Chef und andere können vielleicht mal drübersprinten.

Lange Ausflüge mache ich nur noch selten, ist der Heimweg doch ganz schön lang und ich bin nicht mehr das jüngste Modell. Jedes Jahr kommen neue kleine Katzen ins Revier und ich bin immer bereit, es mit ihnen zu teilen (wenn ich schlafe).

Meine 2-Beiner sind jetzt auch etwas entspannter, wissen sie doch, dass ich immer nach Hause komme. Manchmal bringe ich wieder Geschenke mit. Oft treffen die aber nicht den Geschmack der Menschen. Da zum Beispiel die kleine Spielmaus. Die war noch voll intakt und habe die morgens gegen 4 Uhr gefangen und durch die Katzenklappe ins Schlafzimmer geschleppt.

Freude sieht anders aus. Als ich die abgelegt hatte, ist die natürlich losgeflitzt. Ging es doch bei ihr um Freiheit oder nicht. Ich verstehe gar nicht die Rumschreierei und hektische Versuche die nach draußen zu jagen. Ich sollte die wieder fangen, aber in der Wohnung?

Na seht mal zu wie ihr das hinbekommt. Die Maus ist dann einmal an der Wand lang hinter den Kleiderschrank und weg war sie. Für mich ist hier die Geschichte ausgestanden, habe ich doch nur Gutes gewollt. Die Maus war dann noch 2 Tage im Schlafzimmerschrank und hat den angenagt. Meine 2-Beinerin hat sogar eine Nacht auf dem Sofa verbracht, weil die wohl nachts immer geknabbert hat. Nach noch einem Tag war der Spuk vorbei, die Maus kam raus und nun hat sie das was ihr zusteht für Frechheit.

So habe ich auch hier schon viele Abenteuer erlebt und auch Begegnungen, die ich lieber vermieden hätte (Marder).

Eine Erfahrung auf die ich hätte verzichten können, war ein Unfall an einem Sonntagmorgen. Ich weiß leider nicht mehr genau, wie alles abgelaufen ist, ich weiß nur noch dass ich ziemlich Kopfschmerzen hatte und überall Blut war. Also, am Sonntag, ab zum Tierarzt. Am Ende ist alles ganz gut abgelaufen (bis der Transport im verhassten Transportkorb) und bis auf Ausgangsverbot für ein paar Tage und Brummschädel war alles im Lot.

Glaubt mir, ich bin ein zäher Bursche (mit russischen Wurzeln) und werde hier noch recht lange weitertippen können.

Bis dahin, liebe Grüße Euer Cesar

Ich bin der neue Werbeträger …

  … und jetzt auch  bei der Bundeswehr !!!

Part 4:

Dezember 2012

Hallo Leute,

nun habe ich mal wieder Zeit gefunden, an Euch Blogger und –leser was zu schreiben.

Viel Zeit ist seit dem letzten Eintrag vergangen und da ist natürlich auch viel passiert.

Der Sommer war prima und der Herbst ging viel zu schnell in kalt und doof über. Das hält mich allerdings nicht wirklich vom Spaziergang ab. Egal ob Nacht oder Tag. Vollmond ist am besten! Dann schlafe ich den ganzen Tag bis es wieder dunkel wird und mache mich dann davon. Andere wollen da wohl lieber schlafen, aber egal! Mir macht´s Spaß und so soll´s auch sein.

Meine 2-Beinerin war auch ganz schön fleißig am Nähen und nach langer Wartezeit ist nun auch „meine“ neue Schlafdecke für meinen Tagesschlafplatz „Bett“ endlich fertig geworden. Die ist mit den vielen bunten Flecken doch ganz hübsch und mir gefällt sie auch sehr gut, wie ihr hier sehen könnt.

decke mit katze3  decke mit katze2  decke mit katze1

Die macht doch einen ganz schön stabilen Eindruck und auf der „Neuen“ dürfen wir vorerst auch nicht toben. Meine Pfoten sollten auch immer sauber und vor allem trocken sein, damit der Glanz der ersten Stunde noch etwas hält! Mal sehen, wie lange noch.

Bald ist das Jahr zu Ende und die olle Knallerei beginnt wieder. Das macht allen Tieren ziemlich Angst und Bange, was das sein soll, wissen auch nur die Knall-Köppe! Ich bin froh, wenn es vorbei ist. Leider kann ich mir die Ohren nicht zu halten, sonst würde ich es machen.

Ich habe auch schon mal an einem Jahreswechsel 3 Tage außerhalb verbracht. Sehr unfreiwillig, wie man sich denken kann. Bin am Sylvester-Morgen mal los, Beine vertreten. Meine 2-Beiner glaubten da noch, dass alles gut geht, bis zum Abend ist er auf alle Fälle wieder da. War ich aber nicht! Der Rückweg war abgeschnitten durch die feiernden Nachbarn die die ganze Straße versperrt hatten. Und dann war da noch die stundenlange Knallerei. Da bin ich erstmal im Versteck geblieben und habe auch noch den ganzen Neujahrstag nicht den Heimweg angetreten. Erst in der Nacht vom 2. zum 3. Januar bin ich froh nach Hause getigert. Na, das war vielleicht blöd. Sau-kalt und Schweine-dunkel und Bären-Hunger. Noch heute sträubt sich mein Fell und ich glaube das meiner 2-Beiner auch, hatten die doch auch keinen schönen Abend und Neujahrstag.

Ich wünsche Euch allen einen ruhigen und nicht so turbulenten Jahreswechsel und für 2013 auf alle Fälle viel Spaß mit Euren Besitzern, Gassi-gehern und Käftig-Saubermachern.

Das neue Jahr soll für alle ein Tolles werden und so verabschiede ich mich für dieses Jahr und hoffe auf fleißige Leser auch im Neuen!

feuerwerk00011

Part 4:

Hallo Leute,

hier seht ihr wie ich mich fit halte um meinen Hof vor anderen Pelzträgern zu verteidigen.

Kampf1 Kampf2  Kampf3

Dafür muss dann auch immer mein Dosenöffner herhalten.

Und so würden die Hände meines Sparring-Kumpels aussehen, wenn er nicht seine alten Lederhandschuhe anhaben würde.

zerschlissene Handschuhe

Da kann ich so richtig meinem Frust mal die lange Leine geben. Macht halt mächtig Spaß, aber so bleiben seine Hände von mir größten Teils verschont.

Als Kater muss ja schließlich auch wissen, wozu es Krallen und (nicht mehr so spitze) Zähne gibt.

 

Ein Kurzer Ausflug zu William Shakespeare

romeo und julia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzter Part:

Hallo Leute,

ich muss Euch eine traurige Mitteilung machen:

Ich bin heute am 07.10.2015 von Euch gegangen und in meinen Katzenhimmel eingezogen.

Naja, vielleicht treffe ich ja meinen Vorgänger „Cesar I“ dort endlich.

Vielleicht auch meine ehemaligen Freunde aus Arnsberg, nämlich „Bolze“ und „Schnucki“.

Macht’s gut.

 

 

Lieber Cesar!

Du bist jetzt schon über die Regenbogenbrücke gegangen, aber dieses Gedicht, was unsere Gedanken und unseren Schmerz ein bisschen beschreibt, gebe ich Dir mit auf den Weg.

 

Jahr für Jahr (Heinrike Stadler)

 

Du hast mich begleitet, Jahr für Jahr,

wir waren füreinander immer da.

Wir hatten Spaß, wir teilten Leid –

verbrachten gemeinsam ganz viel Zeit.

Dann kam der Tag, das Ende Deines Lebens,

Wünsche, Hoffnung, Hilfe – vergebens.

Ich konnte nichts mehr für Dich tun,

ließ Dich gehen, lass Dich nun ruhen.

Wenn Kummer, Sehnsucht, all die Fragen,

nach dem Wenn und Aber mich plagen,

nur Zweifel, Verzweiflung übrig bleiben,

denke ich zurück und sehe Dich Leiden.

Dann spüre ich die Ruhe die dann kam,

als der Tod Dein Leid mit sich nahm.

Dich hat er erlöst, mir brach er das Herz,

zurück bleibt ein unendlicher Schmerz.

Die Zeit wird ihn wohl langsam lindern,

doch eines wird sie niemals mindern:

Das ich ganz oft an Dich denke

und Dir in Erinnerung Liebe schenke.

So bist Du auch weiterhin Jahr für Jahr,

in meinen Gedanken immer da.

 

Deine beiden zurückgebliebenen Menschen, die jetzt ohne Dich auskommen müssen und Dich für immer in unser Herz geschlossen haben.

3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Annette
    Jun 04, 2012 @ 12:11:09

    Hallo, alter Kumpel
    gut, dass du jetzt auch Blogger bist. Schließlich ist die Meinung von uns Vierbeinern auch enorm wichtig bei dieser Sache hier.
    Sunny

    Antwort

  2. Katrin W.
    Sep 14, 2012 @ 18:30:34

    Das Bild auf dem Bügelbrett erinnert mich sehr an meinen Kater Flori, da ist es auch immer so schön bequem und wenn grad gebügelt wurde sogar noch ein bisschen warm.
    LG
    KATRIN W.

    Antwort

  3. Annette Steinbrügger
    Okt 08, 2015 @ 19:55:24

    Wir vermissen dich . Machs gut alter Kumpel. Annette und Sunny

    Antwort

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